Revolution in der Qualifikationsstruktur: UEFA ändert die Struktur der Qualifikationsrunden für die Weltmeisterschaft und die Europameisterschaft
Der Europäische Fußballverband hat offiziell eine strukturelle Reform der Qualifikationsrunden angekündigt. Das übliche System mit Gruppenphase wird in die Vergangenheit verbannt – stattdessen wird ein zweistufiges System eingeführt. In die Eliteliga kommen 36 Mannschaften; weitere 18–19 Mannschaften werden in die zweite Liga aufgenommen. Nur die Sieger der höchsten Gruppen dürfen in die Eliteliga aufsteigen. Die restlichen Plätze werden in einem Playoff-Wettbewerb zwischen den stärksten Mannschaften der zweiten Liga erobert. Jedes Nationalteam wird sechs Spiele bestreiten – dadurch soll die Belastung der Spieltage verringert und die Dichte der Spiele mit wichtigen Begegnungen erhöht werden.
Die Konzeption ist noch in der Entwicklungsphase und wird vor dem Abschluss noch weiterentwickelt, unter Berücksichtigung der Positionen der Mitgliedsverbände. Die Reform steht in direktem Zusammenhang mit der Logik der Europameisterschaft und der neuen europäischen Fußballligen. Dabei wird auf kommerzielle Attraktivität und sportliche Gerechtigkeit gesetzt. Allerdings kann die harte Konkurrenz um die Plätze in den Playoff-Wettbewerben sowie das Risiko des Abstiegs in die nächstniedrigere Liga zu ernsthaften Diskussionen unter den Verbänden mittlerer Größe führen.
Was denken Sie?